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15.06.09

Misshandlungen während einer Ausschaffung

Es wurde uns der Fall einer Misshandlung in der Ausschaffungshaft berichtet: Kürzlich wurde der dritte Ausschaffungsversuch einer Asylsuchenden Person, 22 jährig, in den Jemen vorgenommen. Er kam vom Ausschaffungsgefängnis Chur bis nach Frankfurt. Dort haben Passagiere des Fluges eingegriffen und begonnen seine Auschaffung zu filmen. Deshalb wurde die Ausschaffung letzendlich abgebrochen und die Person in den Sennhof zurückgebracht.
Die Person sei voller schwarzen Flecken von den Misshandlungen gewesen. Er sei an den Füssen gefesselt, die Arme seien an die Oberschenkel gebunden und der Kopf zugedeckt gewesen. Der nicht uniformierte Beamte des APZ sei ihm auf die Fussfesseln gestanden, so dass er sich seinen Fussknöchel mit der Fessel verletzt habe. Ausserdem hätte er immer wieder Schläge mit dem Ellbogen erhalten. Der APZ-Beamte habe an zwei Fingern gezogen und ein weiterer Polizist in entgegengesetzter Richtung an zwei anderen Fingern. Ein dritter Polizist habe ihm den Mund zugehalten, so dass er nicht schreien konnte. Es sei aber immer eine kleine Lücke frei geblieben, so dass er atmen konnte. Viele Polizisten seien anwesend gewesen und hätten ihn vor allem mit der Faust am Kopf und am ganzen Körper stark gedrückt - aber nicht geschlagen. Es wurden ihm weitere Auschaffungsversuche angedroht.

Glaubwürdigkeit: Sehr hoch.
Meldung auch an Amnesty Schweiz.

Quelle: Fokus Asyl GR

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