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05. 06. 2013

Todesfall im Minimalzentrum Waldau

Am 14. März 2013 wurde der palästinensische Flüchtling Feras Fareez nachts in unmittelbarer Nähe des Minimalzentrums Waldau in Landquart mit schwersten Kopfverletzungen und offenbar zahlreichen Schlagwunden aufgefunden. Er verstarb kurz darauf. Damit ist nun eingetreten wovor FokusAsyl GR und andere damit befasste Menschen und Organisationen schon mehrmals gewarnt hatten. Die Staatsanwaltschaft Graubünden hüllt sich bezüglich der Ermittlungen in Schweigen, obwohl ein erhebliches öffentliches Interesse an der lückenlosen Aufklärung und Verantwortung besteht.

Chance zum Umdenken nach dem Brand im Juli 2012 vertan

Auf dem Industriegelände Waldau in Landquart werden Menschen unter Minimalst-
Bedingungen und ohne Betreuung untergebracht, welche in anderen Zentren in der Leseart des AFM nicht mehr tragbar sind. Soweit bekannt, handelt es sich fast durchwegs um Konflikte mit Heimleitungen oder aber um Ausraster, welche auf die Lebensumstände in den Heimen zurückzuführen sind, welche zur Strafversetzung in die Waldau führen.
So wurde, gemäss Darstellung der WOZ vom 28.03.13, der am 16. März 2013 verstorbene Feraz Farees wegen einer Weigerung, eine Zigarette im Rauchverbotsbereich auszumachen, vom Zentrum in Cazis in die Waldau verbannt. Aber auch Menschen mit psychischen Störungen werden immer wieder in die Waldau fehlplatziert. So ist es denn in der Waldau auch bei geringer Belegung immer wieder zu Gewaltakten der Bewohner untereinander und gegen den zuständigen Heimleiter gekommen. Das Zentrum brannte im Juli 2012 aus, nachdem es schon 2006 durch einen Brand völlig zerstört worden war. Personenschäden gab es keine, die Brandstifter konnten unseres Wissens bisher nicht ermittelt werden. Leider wurde das Zentrum schon nach einigen Monaten wieder mit neuen Containern bestückt und damit wird das alte, untaugliche und gewaltfördernde System wieder hergestellt. Im Januar 2013 kam es erneut zu einer Messerstecherei zwischen einem psychisch kranken Mann und zwei weiteren Bewohnern und am 16.März 2013 zum geschilderten Todesfall.

Quelle: Vierter Bericht von FokusAsyl GR Mai 2013

 

 

 

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