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20.02.2011

Unhaltbare Zustände für eine Nothilfebezügerin in Tübach

Die Gemeinde Tübach mutet einer alleinstehenden Frau die unwirtliche Unterkunft einer unterirdischen Zivilschutzanlage zu. Sie ist dort mutterseelenallein. Der Raum ist feucht und wird nur mit einem kleinen Elektroofen geheizt, der modrige Geruch haftet auch nach mehrmaligem Waschen noch an den Kleidern. Eine Möglichkeit die Kleider selber zu waschen bestand nicht, erst auf Einsprache des Solidaritätsnetzes wurde ihr angeboten einmal wöchentlich im Gemeindehaus waschen zu können. Eine Kochgelegenheit ist zwar vorhanden, aber Rechaud und Pfannen sind derart alt und verschmutzt, dass niemand ans Kochen denken mag. Die Kochstelle befindet sich vor der Unterkunft in einer Auto-Einstellgarage. Täglich muss sie die Fr. 8.- Nothilfegeld auf dem Sozialamt abholen. Wenn sie einmal nicht erscheint, vielleicht krank ist, geht sie leer aus. Mit der Nötigung zum täglichen Geldabholen ist es der Frau kaum möglich, sich der kalten und furchteinflössenden Unterkunft auch nur für kurze Zeit zu entziehen. Sie ist auf das wenige Geld angewiesen und kann sich deshalb nie für ein paar Tage bei Freunden oder Bekannten erholen. Ein Gesuch des Solidaritätsnetzes das Geld einmal wöchentlichen auszuzahlen, wird von der Gemeinde abgelehnt. Die AsylberwerberInnen und zum Teil auch abgewiesene AsylbewerberInnen sind in einer Gemeindewohnung untergebracht. Ob es dort keinen Platz mehr hat für eine einzelne Person?

 

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