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Zwei Schulzimmer in Nothilfeunterkunft umfunktioniert

Keine Betten, nur noch Pritschen werden von der Gemeinde Wattwil seit anfangs 2009 für Nothilfebezüger zur Verfügung gestellt. Das Material der Liegen ist qualitativ so schlecht, dass sie oft reissen und die Bewohner gezwungen werden, auf dem Boden zu schlafen. Pro Pritsche wird eine Wolldecke zur Verfügung gestellt, das ist alles. Kissen und Matratzen hat ein Mitglied des Solidaritätsnetzes Ostschweiz organisiert. Elf Männer sind in zwei umgenutzten mittelgrossen Schulzimmern untergebracht, die mit einer behelfsmässig installierten Trennwand in einen Schlaf- und Aufenthaltsbereich unterteilt sind. Zum Teil leben die Leute schon seit 9 Monaten unter diesen Umständen, in der keine Privatsphäre gewährleistet ist. Der Korridor dient als Küche und Waschraum. Eine Dusche wird erst auf Intervention des Solidaritätsnetzes im Eingangsbereich installiert.
Weil die Gemeinde Wattwil, wie andere Gemeinden im Kanton St. Gallen, seit Ende 2008 mit einer steigenden Anzahl von (abgewiesenen) Asylbewerbern konfrontiert wurde, musste sie eine neue Bleibe für NothilfebezügerInnen organisieren. Das kleine Schulhaus Hummelwald, das weit ausserhalb des Dorfes liegt, wurde daraufhin kurzerhand in eine Nothilfeunterkunft umfunktioniert. Um einzukaufen oder das Geld abzuholen, müssen die abgewiesenen Asylbewerber nach Wattwil. Um dorthin zu gelangen, gibt es zwei Möglichkeiten: zu Fuss der Schnellstrasse entlang (ein Trottoir gibt es nicht) oder mit dem Bus. Eine einfache Fahrt kostet Fr. 2.20. Pro Tag erhalten sie 8 Franken.

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