Unbenanntes Dokument

 

 

18.3.2010

Drei Gemeinden im Thurgau bringen Asylsuchende in einer Zivilschutzanlage unter,
es soll kein Provisorium sein

Es ist bereits skandalös, dass Menschen, die nur Nothilfe erhalten, längerfristig in Zivilschutzanlagen untergebracht sind, wie z.B. im Kanton St. Gallen in drei Gemeinden es der Fall ist.
Unvorstellbar war bisher die Unterbringung von Asylsuchenden im Asylverfahren in unterirdischen Zivilschutzanlagen. Nun haben drei Thurgauer Gemeinden Rickenbach, Wilen und Wuppenau beschlossen, Asylsuchende in der Zivilsschutzanlage Rickenbach unterzubringen. Es ist nicht etwa als Provisorium gedacht. Nein, die Asylsuchenden kommen dort erst wieder weg, wenn ihr Asylgesuch entschieden ist oder sie Arbeit gefunden haben, was unter Umständen Jahre dauern kann.
In der Anlage gibt es kein Tageslicht und es ist eng dort. Die zehn Asylbewerber, alle sind sie Tamilen aus Sri Lanka, schlafen in einem einzigen Raum auf Kajütenbetten. Ihnen steht nur eine Toilette und ein Aufenthaltsraum zur Verfügung, siehe die Fotos. Eine kleine Küche können sie für das Morgen- und Abendessen benützen. Für das Mittagessen müssen sie während der Woche an zwei Tagen ins Pfarreiheim, während drei Tagen in die Schulküche des Primarschulhauses. Nur am Wochenende können sie weg. Sie erhalten dann kein Mittagessen, dafür etwas Bargeld für die Verpflegung. (Quelle: Infowilplus, 12.2.2010)

zurück


nach oben