Unbenanntes Dokument

 

 

Minimale Bewegungsfreiheit für abgewiesene Asylbewerber

Das thurgauische Migrationsamt will die Bewegungsfreiheit von abgewiesenen Asylbewerbern in Schwaderloh massiv einschränken. Die Betroffenen dürfen sich nur noch auf dem Gebiet der Gemeinde Kemmental aufhalten. Zweck dieser unverhältnismässigen Einschränkung ist es, die abgewiesenen Asylbewerber von der Grenzstadt Kreuzlingen fernzuhalten.
Seit Ende Juli 2009 sind junge Männer, zur Zeit sind es zwölf, die als sogenannt renitent gelten, in Schwaderloh untergebracht. Als Unterkunft wird ihnen lediglich eine notdürftig eingerichtete Baubaracke mit Blechdach, umgeben von einem zweieinhalb Meter hohen Zaun, direkt neben der Autobahnausfahrt Kreuzlingen-Süd zur Verfügung gestellt.
Mit der unattraktiven Nothilfe-Unterkunft auf dem Lande, welche nur wenig Kontakte zur Aussenwelt zulässt und verstärkter Polizeipräsenz will der Kanton die Nothilfebezüger zur Ausreise bewegen.
Wer gegen die Regeln verstösst und das Gemeindegebiet verlässt, muss mit einer Strafe von bis zu drei Jahren Gefängnis rechnen.

zurück


nach oben